Bericht der Landesgruppe Rheinland-Pfalz ('Rosa Beilage' zur VPP 2/2007)
In den Verhandlungen, die zunächst mit der „Vereinigungsliste“ geführt wurden, zeigte sich schnell, dass wir gemeinsam ein großes Interesse daran hatten, alle Listen in die Kammerarbeit einzubeziehen. In den folgenden Sondierungsgesprächen wurde deutlich, dass doch hinreichend viele inhaltliche Positionen von allen Listen gemeinsam getragen werden können: die Berücksichtigung der Kosten bei geplanten Vorhaben, das Ziel zu sparen, wo es inhaltlich möglich und sinnvoll erscheint, eine gerechtere Erhebung der Mitgliedsbeiträge, eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit u.v.m. Es konnte also schon im Vorfeld ein breiter Konsens gefunden werden. Dementsprechend war der Ablauf der ersten Vertreterversammlung ohne große Überraschungen. Die Vorstandswahlen verliefen sehr geordnet: die von den Listen vorgeschlagenen VertreterInnen wurden jeweils ohne GegenkandidatInnen mit großer Mehrheit gewählt. Herr Kappauf wurde in seinem Amt als Präsident bestätigt, Fr. Dr. Benecke (Landessprecherin der DGVT) wurde als Vizepräsidentin gewählt. Herr Kießling und Herr Kammler-Kaerlein von der „Vereinigungsliste“ und Herr Gönner von der Liste „Transparenz“ vervollständigen als Beisitzer den Vorstand. Somit sind in diesem Vorstand drei Angestellte vertreten, was als Zeichen für die inhaltliche Schwerpunktsetzung in den nächsten fünf Jahren verstanden werden soll und kann.
Die Ausschüsse wurden in der überwiegenden Mehrheit ebenfalls paritätisch durch die jeweiligen Listenvertreter besetzt, so dass auch hier die Anliegen aller Listen in die Kammerpolitik einfließen können. Besetzt wurden die Ausschüsse: Aus- und Weiterbildung, Fortbildung und Qualitätssicherung, Berufsordnung und Ethik, Finanzen, Besondere Belange der Angestellten, Schlichtung und gemeinsamer Ausschuss mit der Ärztekammer. Der KJP-Ausschuss wurde in seiner bisherigen Form nicht mehr besetzt, sondern als „Querschnittausschuss“ konzipiert, d.h. in jeden Ausschuss ist ein/e KJP-VertreterIn gewählt worden, der/die dort jeweils die Belange der Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen vertritt.
Von unserer Liste wurden folgende Personen in die Ausschüsse gewählt:
- Dr. Gaby Bleichart: Aus- und Weiterbildungsausschuss
- Prof. Ursula Luka-Krausgrill: Ausschuss für die besonderen Belange der Angestellten; Delegierte für den Deutschen Psychotherapeutentag
- Walter Roscher: Finanzausschuss
- Dr. Annelie Scharfenstein: Fortbildung und Qualitätssicherung und Stellvertreterin im Gemeinsamen Beirat mit der Landesärztekammer
- Andreas Stamm: Ausschuss für die besonderen Belange der Angestellten
Ein Schwerpunkt der bisherigen Vorstandsarbeit bestand zunächst darin, die Arbeit der Geschäftsstelle nach dem Weggang von Fr. Rendschmidt zu konzipieren. Dabei bildeten wir sich nach intensiven Diskussionen einen Konsens darin, bei allen grundsätzlichen Sparbemühungen, die sinnvolle Arbeit der Geschäftsstelle zu gewährleisten. Da gutes Personal teurer ist und wir bestrebt sind, Kontinuität in der Besetzung der Geschäftsstelle zu erhalten (denn häufige Neueinstellungen binden Zeit und Energie durch die Einarbeitungszeit und erzeugen Reibungsverluste, die bei Serviceleistungen schnell als „schlechte“ Leistung wahrgenommen werden, was wiederum Unmut fördert) wurde auf Einsparmaßnahmen in diesem Bereich verzichtet. Zurzeit werden erste Schritte im Hinblick auf eine Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit gemacht, angefangen mit einer Überarbeitung der Internetseiten. Dabei ist hier immer wieder der Spagat notwendig zwischen Verbesserungen, die von den Mitgliedern eingefordert, und den finanziellen Begrenzungen, die wir uns zur Wahl der Mitglieder gesetzt haben.
Wie erwähnt sollen in den nächsten Jahren die Belange der angestellten PsychotherapeutInnen besonderes Gewicht haben. Wir bitten daher alle Angestellten, Wünsche, Forderungen etc. an die Kammer weiterzuleiten, damit wir sie dort diskutieren und umsetzen können. Da die Beschäftigungen in den unterschiedlichsten Bereichen angesiedelt sind (z.B. Kliniken, Beratungsstellen jeweils mit unterschiedlichsten Trägern) sind wir auf Ihre Erfahrungen und die Weitergabe Ihrer Wünsche angewiesen. Wir gehen davon aus, dass die Gleichstellung mit den Ärzten auf inhaltlicher und finanzieller Basis nur die Spitze des Eisbergs der Forderungen darstellt. Gestalten Sie auf diesem Weg die Kammerarbeit mit. Sie können Ihre Anliegen direkt an die Kammer leiten (am besten per Internet) oder über mich einbringen (über rlp@dgvt.de ). Vielen Dank im Voraus für Ihre Mithilfe.