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Berufsbild KJP / PP

Gespräch mit Vertretern der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) am 4.9.01

16. Januar 2007

Wie bereits in der Rosa Beilage zur VPP 2/2001, Seite 43 ff, angekündigt, hat die DGVT ein Gespräch mit Vertretern von Ver.di in der Hauptverwaltung in Stuttgart geführt. Von Seiten der DGVT haben Ralf Adam, der Landesbeauftragte von Baden-Württemberg, Roland Straub, Mitglied der DGVT und des Bundesverbandes der Krankenhauspsychotherapeuten [BVKP], und Waltraud Deubert, Geschäftsführerin der DGVT, teilgenommen.

 

Von Ver.di waren Gerd Dielmann (zuständig für das Referat 3 - Bereich Gesundheitswesen) und Wolfgang Pieper (zuständig für das Tarifrecht) die Gesprächspartner. Themen waren die Zusammenarbeit zwischen DGVT und Ver.di, Anerkennung und Bezahlung der praktischen Tätigkeit in der Ausbildung von Psychologischen PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen sowie die Stellung des angestellten Psychologischen Psychotherapeuten (PP) und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP)

Die Forderung der DGVT nach Bezahlung der praktischen Tätigkeit in der Psychotherapeutenausbildung nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG) teilt die Gewerkschaft zwar, sieht aber in Anbetracht dessen, dass es sich um eine Ausbildung handelt, für die Gelder aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) in Anspruch genommen werden kann, keine Handlungsmöglichkeiten. Sie wird allerdings bei Änderungen von Gesetzestexten bzw. Tarifverträgen darauf achten, dass die beiden neuen Berufe PP und KJP mitberücksichtigt wird. Der eingeschlagene Weg der DGVT, die in ihrer Stellungnahme, abgedruckt in der "Rosa Beilage" zu VPP 2/01, unter Hinweis auf die Tätigkeit des Arztes im Praktikum (AiP) auch die Bezahlung der PP in Ausbildung fordert und politisch Druck macht, ist für die Gewerkschaft im Moment der einzig gangbare Weg.

Zu der von DGVT und den Bundesverband der KrankenhauspsychotherapeutInnen geforderten Gleichstellung von approbierten PsychotherapeutInnen mit FachärztInnen berichtet Ver.di von ihren Verhandlungen mit dem Verband der Vereinigten Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Während für die DGVT und den BVKP BAT Ib für Psychologische PsychotherapeutInnen als Konsequenz aus dem PsychThG und der Approbation selbstverständlich ist, hat der VKA als Empfehlung BAT III herausgegeben - wohl um erst einmal Zeit zu gewinnen. Diese Empfehlung ist selbstverständlich auch für die Vertreter von Ver.di unannehmbar und wird auch von der DGVT nicht einfach akzeptiert werden. Das letzte Wort ist hier sicherlich noch nicht gesprochen. Ein weiterführendes Gespräch mit Ver.di im Rahmen des 14. Kongresses für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Beratung ist geplant.