Mal wieder: Traditionsrezepte der vielen Köche unserer Kantinenversorgung
Liebe Niedergelassene, es gibt Neues aus der Bewertungsausschuss-Küche, alles aber ganz in der Tradition des dort lang bewährten Grundrezepts: (be)reinigen, weichkochen, portionieren und immer ein bisschen für den Nachschlag zurückbehalten. Es wird wohl an den Kantinentischen der zu versorgenden Versorger, nach dem üblichen Gemeckere, weiter halbwegs gesättigte Ruhe herrschen.
Einheitliche, für alle privaten Krankenversicherungsunternehmen bindende Regelungen für das Bewilligungsverfahren von Psychotherapie gibt es nicht. Eine Ausnahme besteht für die im neuen Basistarif Versicherten, für die entsprechend der gesetzlichen Vorgaben dieselben Bedingungen wie in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gelten. Immer wieder kommt es auch den Berichten von Mitgliedern unseres Verbandes zu Folge zu Problemen mit dem Datenschutz bei der Begutachtung von Therapieanträgen …
Auch die Kardiologie hat gelegentlich für Psychologische Psychotherapeuten/Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten berufliche Relevanz. Das Bundessozialgericht hat mit Entscheidung vom 2.9.2009 (Az.: B 6 KA 21/08 R) über den Sonderbedarfsantrag eines Kardiologen entschieden. In der Urteilsbegründung sind etliche Punkte angesprochen, die auch für Sonderbedarfszulassungsverfahren von Psychologischen Psychotherapeuten/Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten herangezogen werden können.
Die im GK II zusammengeschlossenen Berufs- und Fachverbände fordern in einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Rösler die gesetzliche Rücknahme der vom Bewertungsausschuss beschlossenen Regelungen des Paragraphen 87 Abs. 2e Ziffer 3 SGB V zu Zu- und Abschlägen bei Unter- und Überversorgung.
Die Umsetzung der Mindestquote zur Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen kommt inzwischen in den meisten KVen in Gang. Das ist zunächst erfreulich, beschert die Umsetzung im ersten Schritt (Umsetzung einer flächendeckenden 10 %-Versorgung) in den Planungsbezirken doch einige neue Kassensitze. Es sei an dieser Stelle nur nochmals daran erinnert, dass diese Entwicklung bereits ein Jahr früher hätte stattfinden können – hätte sich die Selbstverwaltung, …
Durch den Regierungswechsel von der Großen zur schwarz-gelben Koalition hat sich im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), in den Ausschüssen und bei den Beauftragten personell vieles geändert. Dass der 36jährige Arzt Dr. Philipp Rösler (FDP) Ulla Schmidt im Amt abgelöst hat und mit Annette Widmann-Mauz (CDU) und Daniel Bahr (FDP) auch zwei neue parlamentarische Staatssekretäre ins Ministerium eingezogen sind, dürfte mittlerweile bekannt sein. Mit Stefan Kapferer (FDP) als beamteter …
Die prinzipielle Unschärfe des Koalitionsvertrags (siehe hierzu Rosa Beilage 4/2009 – Vorwort und Seite 10 f.) wird in der Gesundheits- und Sozialpolitik noch durch die Einschränkung verstärkt, dass alle angekündigten Maßnahmen unter dem generellen Finanzierungsvorbehalt stehen. In der Gesundheitspolitik bleibt es zunächst bei dem vielfach kritisierten Fonds; Gesundheitsminister Rösler hat in verschiedenen Interviews deutlich gemacht, dass die Reform des Gesundheitssystems nur schrittweise …
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die erneute Prüfung der zugelassenen psychotherapeutischen Verfahren in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeleitet.
Hintergrund dieser Prüfung ist die Tatsache, dass die Gesprächspsychotherapie entsprechend der Verfahrensordnung des G-BA einer Prüfung gemäß den Vorgaben der evidenzbasierten Medizin unterzogen wurde, die derzeitigen Richtlinienverfahren jedoch zu einem Zeitpunkt in die Versorgung eingeführt wurden, zu dem es noch keine solche …