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VPP 2/2011

Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband begrüßt die Initiative des BMFSFJ, die bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf voranzutreiben.

Laut Statistischem Bundesamt wurden Ende 2007 rund 1,54 Millionen Menschen zu Hause versorgt. Davon erhielten 1,03 Millionen Pflegebedürftige ausschließlich Pflegegeld, das bedeutet, sie wurden in der Regel zu Hause allein durch Angehörige gepflegt. Jede/r zweite pflegende Angehörige ist berufstätig. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den nächsten Jahren …

VPP 2/2011

Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Zwangsheirat und zum besseren Schutz der Opfer von Zwangsheirat sowie zur Änderung weiterer aufenthalts- und asylrechtlicher Vorschriften (BT Drucksache...

Vorspann

In seiner Stellungnahme geht der Paritätische Wohlfahrtsverband auf einige zentrale Aspekte des Gesetzentwurfes ein sowie auf den vom Bundesrat verabschiedeten Änderungsvorschlag hinsichtlich der Aufenthaltsgewährung bei gut integrierten Jugendlichen und Heranwachsenden (§ 25a AufenthG).

Zwangsverheiratungen stellen einen gravierenden Verstoß gegen die Menschenrechte dar. Wenn auch über den Umfang von Zwangsverheiratungen in Deutschland keine belastbaren Zahlen vorliegen, so wissen wir …

VPP 2/2011

Psychiatrie heute – Was wird aus der Reform?[1]

Die Schwächsten waren die "Schwachsinnigen", damals, in der Psychiatrie Anfang der 70er Jahre, als ich als Zivi einen gesellschaftlichen Skandalbezirk betrat. Die Letzten, die das Leben in den überfüllten Tagesräumen und Schlafsälen nicht aushielten, landeten damals in Isolierzellen, kahlen Bunkern, Matratzen auf dem Boden, das Schmieren mit Kot und Zerreißen von Bettlaken oder Kleidung als einzige Beschäftigung.

10 Jahre später, als Stationsarzt zurück in meinem Landeskrankenhaus, treffe ich …

VPP 2/2011

„Inklusiver Sozialraum“ - Anforderungen an die Reform der Eingliederungshilfe Positionsbestimmung

1. Einführung

Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen Behindertenrechtskonvention) ist seit März 2009 Teil des innerstaatlichen Rechts. Die Bundesregierung hat zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention einen Aktionsplan angekündigt. Ferner steht die lange angekündigte Reform der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen (SGB XII) in dieser Legislaturperiode an. Die Arbeits- und Sozialministerkonferenz hat im November 2009 Eckpunkte zur Weiterentwicklung der …

VPP 2/2011

Ein Jahrzehnt Hausgemeinschaften in Deutschland [1] - Die vierte Generation der Senioreneinrichtungen auf dem Weg zur Regelversorgung?!

News SelectedAls vor nunmehr gut einem Jahrzehnt die ersten Hausgemeinschaften in Deutschland eröffnet wurden, betrat man in vielerlei Hinsicht Neuland. Die Idee war, von krankenhausähnlichen Strukturen in der stationären Pflege abzurücken. Dies führte im Ergebnis zu einer neuen Art von Pflegeheim. Heute steht fest, dass sich die stationären Hausgemeinschaften bewährt haben und den Bewohnerinnen und Bewohnern ein ganz besonderes Lebensumfeld bieten, das von Alltagsnormalität und einer besonderen …

Migration

Migrantinnen als Akteurinnen [1]

Eine ressourcenorientierte Perspektive auf Schwangerschaft und Geburt in der Migration – Teil 1

VPP 2/2011

„Armut muss berühren“ – drei Thesen zum Stand und zu den Perspektiven der Armutsberichterstattung aus Sicht eines Wohlfahrtsverbandes

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte meine drei Thesen zum Stand und zu den Perspektiven einer Armutsberichterstattung aus dem Vergleich der Situation heute und den Rahmenbedingungen vor 20 Jahren herleiten, wie sie sich für eine verbandliche Armutsberichterstattung stellten.

Es waren vor allen Dingen vier Bedingungen, die für unsere Motivation, unsere Zieldefinitionen und für die Art und Weise, wie wir den ersten Armutsbericht des PARITÄTISCHEN präsentierten, ausschlaggebend waren:

  1. Der  …
VPP 2/2011

Armes Deutschland – Warum wir Perspektiven brauchen[1]

Geradezu grotesk mutete es an, was sich von Mitte Dezember des letzten Jahres bis Mitte Februar im Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Bundestag abspielte. Erst backte unsere  Arbeitsministerin medienwirksam  Adventskekse für die Ausschussmitglieder und glaubte wohl allen Ernstes, nicht viel mehr auf den Verhandlungstisch legen zu müssen, um zu einem Kompromiss mit der Opposition zur Frage der Hartz-IV-Regelsätze zu gelangen. Dann begann ein politisches Tauziehen, für das den …

Europa

Der Vertrag von Lissabon und das soziale Europa

Am 1. Dezember 2009 trat der Vertrag von Lissabon in Kraft. Die Europäische Union (EU) arbeitet seitdem nach neuen Regeln. Aber hat sich deshalb viel geändert? Gibt es schon Auswirkungen auf die europäische Sozialpolitik und
die sozialen Dienste?

Der Vertrag von Lissabon hat vor allem das Ziel, die Arbeit der auf 27 Mitglieder
angewachsenen EU demokratischer, transparenter und effizienter zu machen.
Aber er bietet auch Chancen im sozialen Bereich: Die EU hat soziale Ziele vertraglich festgelegt …

Kinder und Jugendliche

Runder Tisch - Neue Leitlinien zur Einschaltung der Strafverfolgungsbehörden wichtiger Schritt gegen Kindesmissbrauch[1]

Bei der öffentlichen Vorstellung der vom Runden Tisch der BMJ-Arbeitsgruppe beschlossenen Leitlinien zur Einschaltung der Strafverfolgungsbehörden in Fällen sexueller Gewalt gegen Kinder und Heranwachsende erklärt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:

Die Zeit des Vertuschens ist vorbei. Die freiwillige Selbstverpflichtung setzt dem „Unter-den-Teppich-Kehren“ ein Ende. Die heute veröffentlichten Leitlinien wurden von der BMJ-Arbeitsgruppe des Runden Tisches mit …