Wieder einmal eine Gesundheitsreform, die als große Reform angekündigt war und Nachhaltigkeit versprochen hatte. Vom großen Wurf ist nicht mehr die Rede. Mit dem GKV-Finanzierungsgesetz, das am 12. November in 2. und 3. Lesung vom Bundestag beschlossen wurde, sei die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im nächsten Jahr „sauber durchfinanziert“, so Gesundheitsminister Rösler. Damit beginne gleichzeitig auch der Einstieg in ein neues Finanzierungssystem.
Bei der 83. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover – siehe hierzu Bericht in der Rosa Beilage 3/2010, Seite 15f. – war vereinbart worden, dass man im Herbst eine Sonder-GMK einberuft, um ausführlicher über die Fragen der Bedarfsplanung und die Eckpunkte der Gesundheitsreform zu sprechen. Gesundheitsminister Rösler hatte zugesagt, an dieser Sonder-GMK teilzunehmen und vorab eine Konzeption vorzulegen. Rösler nahm nun zwar an der Sonder-GMK teil, die versprochene Konzeption haben die …
Deutschland sollte eine einheitliche Krankenversicherung für alle einführen.
Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durch einkommensabhängige Beiträge aus Lohn, Gehalt und Rente steht spätestens seit der Wiedervereinigung auf tönernen Füßen: Während die Ausgaben der Krankenkassen je Versicherten von 1991 bis 2008 mit 3,1 Prozent pro Jahr exakt so stark wuchsen wie das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, stiegen die beitragspflichtigen Einkommen der gesetzlich Versicherten im …
Am 1.1.2011 tritt das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes in Kraft. Ein Arzneisparpaket sollte es werden, das dafür sorgt, dass Pharmaunternehmen nicht mehr einseitig und allein die Preise für Medikamente festlegen können. Erfolgreiche Lobbyarbeit hat das Gesetz nun zu einem Sieg für die Pharmaindustrie verkehrt – und womöglich gar zu einer Gefahr für PatientInnen gemacht.
Ich halte das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes, kurz AMNOG, für eine Fehlentwicklung in unserem …
Laut Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP vom Oktober 2009 sollen „Medizinische Versorgungszentren (MVZ) zukünftig nur unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen werden. Geschäftsanteile können nur von zugelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Krankenhäusern gehalten werden. Wesentlich ist dabei vor allem, dass die Mehrheit der Geschäftsanteile und Stimmrechte Ärztinnen und Ärzten zusteht und das MVZ von Ärztinnen und Ärzten verantwortlich geführt wird. Für den Bereich unterversorgter …
Die Leitlinienkommission der AWMF zu Angststörungen hat in den vergangenen Monaten planmäßig weitergearbeitet. Der aktuelle Stand ist der, dass die „allgemeinen” Kapitel zu den wichtigsten Therapieverfahren (Verhaltenstherapie, psychodynamische Verfahren) inzwischen fast abgeschlossen sind und nun die Recherchen zu den einzelnen Angststörungen (Panikstörung und Agoraphobie, Soziale Phobie, Spezifische Phobien, Generalisierte Angststörung) begonnen wurden und ausgewertet werden. Wegen der hohen …
Kleine Anfrage der Abgeordneten Birgitt Bender, Maria Klein-Schmeink, Dr. Harald Terpe, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betreffend „Reform der Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten", BT-Drs. 17/3153 und Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin
Wer erinnert sich noch an die Zeit vor Erstellung des Forschungsgutachtens zur Psychotherapieausbildung? Damals hatte das Ministerium, noch unter SPD-Regie in einer großen Koalition, ausgeführt, dass erst durch ein Forschungsgutachten geklärt werden müsse, wie sich die Ausbildungssituation darstelle und wo die Ausbildungspraxis denn tatsächlich Reformbedarf erkennen lässt. Wer damals schon den Verdacht hegte, dass hier womöglich auf Zeit gespielt wird, um die komplizierten Fragestellungen …
Fachtagung am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein
Die Fachtagung wurde unterstützet von der DGVT, vom Berufsverband der Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (bkj) und vom Förderverein Sozialwesen
Das Psychotherapeutengesetz steht zur Überarbeitung an und es gibt Bestrebungen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, denen bislang die Möglichkeit offen steht, nach ihrem Studium eine Psychotherapie-Ausbildung zu beginnen, die mit der Approbation als Kinder- und …
Schon im Vorfeld des 17. Deutschen Psychotherapeutentag (DPT) begann hektische Betriebsamkeit: Telefonate, Telefonkonferenzen und ein drastischer Anstieg der zu lesenden Mails. Diesmal trugen auch wir zu dieser Betriebsamkeit bei, denn wir wollten mit einem Antrag verhindern, dass es im Rahmen der Reform des Psychotherapeutengesetztes zu einer deutlichen Verschärfung der Anforderungen an die Psychotherapieausbildung kommt: Im bisher bekannten Vorstandsentwurf, …