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VPP 2/2009

Kein Artenschutz für die KVen[1] - Das BMG erläutert Hausarztverträge nach § 73b SGB V

Die Deutsche Gesellschaft für Kassenarztrecht hat am 12. März ein Symposium zu den "Veränderten Versorgungsstrukturen in der hausärztlichen Versorgung" durchgeführt. Dabei geht sie von der Feststellung aus, dass der Gesetzgeber seit einer Reihe von Jahren die Rolle der Hausärzte stärken wolle und dabei zunehmend auf den Abschluss von Einzelverträgen der Kassen mit hausärztlichen Leistungserbringern setze. Ein vorläufigerHöhepunkt dieser Entwicklung sei die Verpflichtung der Kassen nach § 73b …

VPP 2/2009

Hartmut Reiners: Mythen der Gesundheitspolitik[1]

Hiobsbotschaften, wie wir sie häufig in der Zeitung lesen: „Ärztemangel bedroht die Versorgung der Bevölkerung“ oder „Gesundheitskosten explodieren“, „Gesellschaft überaltert“ sollten uns nicht erstarren lassen.

Hartmut Reiners, Referatsleiter für „Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik“ im Brandenburger Sozialministerium, hat kurz vor dem Ende seines Berufslebens zehn Mythen unter die Lupe genommen.

Wer das Buch „Mythen der Gesundheitspolitik“ gelesen hat, wird danach wahrscheinlich weniger …

VPP 2/2009

Dauerstreit um die diamorphingestützte Substitution - Auf Umwegen zum Ziel?[1]

Jahrelange Erfahrungen und weitgehende Kenntnis des formalen Gesetzgebungsverfahrens reichen kaum aus, die Vorgänge um ein Gesetzesvorhaben nachzuvollziehen, das Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt trotz heftigster Gegenwehr aus den Reihen des Koalitionspartners offenbar noch realisieren will.

Am 18. Januar 2006 hatte die Ministerin im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages die Arbeitsschwerpunkte ihres Hauses für die 16. Legislaturperiode vorgestellt und dabei eine …

VPP 2/2009

Über ein neues Gesundheitsranking – und die Motive der Autoren[1]

Ernst & Young präsentiert "Gesundheitsbarometer 2009"

Das Beratungsunternehmen Ernst & Young hat im November 2008 eine repräsentative Befragungvon 2000 volljährigen Verbrauchern in Deutschland zur Qualität der Gesundheitsversorgung durchführen lassen. Danach stellen die Deutschen ihrem Gesundheitswesen überwiegend gute Noten aus: "85 Prozent der Bundesbürger sind insgesamt zufrieden mit der Gesundheitsversorgung in ihrer Region, jeder vierte ist sogar sehr zufrieden." Dabei unterscheiden sich …

VPP 2/2009

Selbsthilfe als Übersetzungsleistung

Migration und Selbsthilfe[1]

Integration hat Konjunktur. Zunehmend wird in den letzten Jahren beobachtet, beschrieben und debattiert, was nicht passiert.  Was trotz aller Mühen oder aufgrund von viel zu wenig Mühen, nicht passiert.

Integration als gesellschaftspolitische Herausforderung – das kann an der Selbsthilfe vorüber gehen. Wir sind ein Teil der Gesellschaft. Noch dazu einer, dem es gelingt, häufig sehr unterschiedliche Menschen auf der Grundlage eines gemeinsamen Interesses zu …

VPP 2/2009

Vernetzen, beraten, qualifizieren, Interessen vertreten[1]

Selbsthilfekontaktstellen und -unterstützungseinrichtungen als Drehscheibe für bürgerschaftliches Engagement in der Gemeinde – Befunde einer Befragung der NAKOS

VPP 2/2009

Interessenkonflikte im Gesundheitswesen[1]

Einleitung

Einige Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen aus dem Gesundheitssektor pflegen mehr oder weniger enge Verbindungen zu pharmazeutischen Firmen. Beiträge in den Medien über Einflussnahem im Sinne von Korruption färben auf die gesamte Selbsthilfebewegung ab und lassen sie in einem ungünstigen Licht erscheinen. Die Auseinandersetzung um Themen wie Interessenkonflikte, Bestechung und Korruption werden in der Selbsthilfebewegung zwar geführt, erscheinen aber bisweilen emotional …

VPP 2/2009

Patientenrecht - Schlechte Karten [1]

Deutschland ist eines der wenigen Länder Europas, das bislang auf ein Patientenrechtsgesetz verzichtet. Die Patientenbeauftragte fordert es, die Bundesärztekammer lehnt es ab. Dass es an Regelungen mangelt, ist offensichtlich. Denn Patienten haben häufig schlechte Karten.

Dass Patienten sich informieren, ist ihr gutes Recht, gleichbedeutend mit ihrem Recht auf Unversehrtheit des Körpers, auf würdige Behandlung, Selbstbestimmung, Information und Aufklärung sowie lückenlose Dokumentation. …

VPP 2/2009

Medieninformation des Bundessozialgerichtes Nr. 5/09 Berechnung der leistungsgerechten Vergütung von Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten

Der 3. Senat des Bundessozialgerichts hat am 29. Januar 2009 in fünf Revisionsverfahren Ent­scheidungen von Schiedsstellen (§ 76 SGB XI) überprüft, durch die Pflegevergütungen mittels Schiedsspruch festgesetzt worden waren.

Grundsätzlich werden zwar Art, Höhe und Laufzeit der Pflegesätze durch Einigung zwischen den Parteien der Pflegesatzvereinbarung festgelegt, also zwischen dem Träger eines zugelassenen Pflegeheims sowie den Pflegekassen und dem Sozialhilfeträger (§ 85 SGB XI). Entsprechendes …

VPP 2/2009

Psyche und Krebs: Ein Überblick über die Befundlage und deren Implikationen für die psychotherapeutische Praxis

Zusammenfassung

In der psychotherapeutischen Versorgung finden sich in zunehmender Zahl onkologische PatientInnen. Neben Therapiezielen, die unter das Schlagwort „Krankheitsbewältigung“ fallen, wird häufig auch die Frage des Zusammenhangs zwischen Psyche und Krebs aufgeworfen. Annahmen über eine psychische Beeinflussung von Krebserkrankungen sind in Laien- wie Fachkreisen populär.

Der Beitrag gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand, aus dem weder für die Krebsentstehung, noch …