Der Sachverständigenrat hat am 30. Juni 2009 sein aktuelles Gutachten mit dem Titel „Koordination und Integration – Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens“ an die Bundesministerin für Gesundheit übergeben.
Der Sachverständigenrat hat in seinem Gutachten die Versorgungs- und Betreuungsangebote mit Blick auf die spezifischen Versorgungsbedarfe der unterschiedlichen Altersstufen im Lebenszyklus eines Menschen untersucht.
Eine zentrale, über die einzelnen Handlungsfelder …
Ein Kinder- und Jugendbericht findet immer ein jeweils typisches gesellschaftliches Diskursfeld vor, zu dem er sich positionieren muss. Die geistige ‚Lufthoheit‘ zu Fragen von Erziehung haben seit einigen Jahren eindeutig die Verkünder von Katastrophen und Endzeitstimmung übernommen. Da geht dann schnell nicht nur ,die Weltwirtschaft den Bach runter‘, sondern der ,Untergang des Abendlandes‘ wird auch an Kindern und Familien festgemacht.
Gegenüber solchen „katastrophischen“ Deutungen ist eine …
Zum neunten Mal geben die Gmünder ErsatzKassen mit ihrem Arzneimittel-Report einen Überblick über die aktuellen Ausgabentrends und Daten zur Versorgungsqualität im Arzneimittelsektor.
Als eines der wesentlichen Ergebnisse zeigt der Bericht, dass die Tendenz steigender Arzneimittelausgaben unvermindert anhält. Die versichertenbezogenen Ausgaben stiegen 2008 um knapp 9 Prozent und wurden vor allem durch Spezialpräparate gegen Multiple Sklerose, rheumatische Arthritis und Krebs verursacht. Bei der …
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Gesundheitswesens in Deutschland sind seit der letzten Bundestagswahl in vielen Bereichen verändert worden. Für Versicherte, PatientInnen, Pflegebedürftige, Krankenkassen, Leistungserbringer und Beitragszahler haben Reformen wie das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG), das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz oder die GKV-Organisationsform (GKV-OrgWG) zahlreiche Neurungen gebracht. Gründe waren die Grenzen der Finanzierbarkeit, aber auch die gestiegene …
Die Organisation des Gesundheitswesens fällt in die Verantwortung der Mitgliedstaaten, sagen die Verträge, die Mitgliedstaaten müssen ihre Gesundheitssysteme öffnen, sagt der Europäische Gerichtshof (EuGH). Sozialhilfe gibt es nicht für ausländische Studierende, sagt das europäische Recht, dennoch muss Belgien einen französischen Studenten unterstützen, urteilen die Luxemburger Richter. Streikrecht ist alleinige Kompetenz der EU-Länder – und doch erklärt der EuGH, Streikmaßnahmen …
Staatshilfe für das Gesundheitssystem: Großbritannien rief im Jahr 2007 ein ungewöhnliches Projekt ins Leben. Durch die Initiative „Improving Access to Psychological Therapies“ (IAPT) sollen durch eine Verbesserung der Versorgung psychisch Erkrankter langfristig öffentliche Kosten eingespart werden. Mit Hilfe von IAPT sollen Patienten mit psychischen Störungen bereits innerhalb weniger Wochen evidenzbasierte Psychotherapie erhalten. Mehrere tausend sychotherapeuten sollen dafür neu ausgebildet …
Die deutsche Gesellschaft wird immer älter. Es gibt folglich immer mehr Menschen, die zum Erhalt ihrer Selbstständigkeit einen steigenden und langfristigen Unterstützungsbedarf haben. Diese Entwicklung betrifft natürlich auch Menschen mit psychischer Erkrankung – vorwiegend in der Altersgruppe über 65 Jahren. Doch wie kann das Älterwerden psychisch kranker Menschen außerhalb von stationären Einrichtungen so begleitet werden, dass es ihren Bedürfnissen gerecht wird und ihren eigenen …
Gemeindpsychiatrische Konzepte in der Sozialen Arbeit neu überdenken
Der Begriff „Sozialraumorientierung“ ist aktuell in aller Munde. Mobilisierung von (Selbsthilfe-) Ressourcen – zielgruppen- und bereichsübergreifend – ist der Anspruch. Insbesondere in der Jugend- und Sozialarbeit, aber mehr und mehr auch im kommunalen Bereich prägt das Konzept die praktische Arbeit. Verspätet ist die Diskussion nun auch in der Psychiatrie angekommen. Fabian Kessl unterzieht in seinem Vortrag auf der …