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VPP 1/2014

Sparpolitik kann töten[1]

Schon Bismarck wusste: Investition in die medizinische Versorgung der Arbeiterklasse rentiert sich für alle. Und er gründete die gesetzliche Krankenversicherung. Zwar wurden, zumindest auf den ersten Blick, die Unternehmer durch diese Einrichtung belastet, aber die Investition rentierte sich: Gesunde Arbeiter leisten mehr. Es ist also seit mehr als hundert Jahren ein ökonomischer Gemeinplatz, dass Investitionen ins Gesundheitswesen sich langfristig für eine Volkswirtschaft auszahlen – was …

VPP 1/2014

Krankenversicherung[1] - Ein Markt für alle

Die Trennung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist umstritten. Ein neues Rechtsgutachten im Auftrag der AOK Baden-Württemberg zeigt nun erstmals detailliert auf, wie ein einheitlicher Krankenversicherungsmarkt aussehen kann. Von Thomas Hommel

Es ist fast ein Unikum auf der Welt: ein Krankenversicherungsmarkt, der aus zwei weitgehend abgeschotteten Systemen besteht – hier das der gesetzlichen (GKV), dort das der privaten Krankenversicherung (PKV). Außer Deutschland organisiert …

VPP 1/2014

Vorstellung zu einer Positionierung von Patienteninteressen in der gesetzlichen Gesundheitsversorgung in Deutschland[1]

von Hans-Detlev Kunz, Hamburg

Beschreibung

Die kollektive Gesundheitsversorgung in Deutschland erfasst ungefähr 90 Prozent der deutschen Bevölkerung. Die Gesundheitsversorgung dieses Bevölkerungsteils ist im Sozialgesetzbuch V (SGB) als gesetzliche Krankenversicherung festgelegt. Die Mittel für die Versorgung sind durch abhängig Beschäftigte zur Verfügung zu stellen. Arbeitgeber mit abhängig Beschäftigten tragen einen fixen Anteil. Abhängig Beschäftigten leisten einen Beitragsanteil über 50 …

VPP 1/2014

Jenaer Paradies - Das Pro und Contra der hausärztlichen Versorgung von Panikanfällen aus psychologischer Sicht

Paradiesische Zustände 

Ein Plädoyer für das Jenaer Paradies
von Torsten Padberg

Paradise is exactly like where you are right now.
Only much, much better!
Laurie Anderson

Im Paradies bekommen Angstpatienten starke Schultern. Jedenfalls in Jena.[1] Dort wird zurzeit die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte „Patient activation for anxiety disorders“-Studie (kurz: PARADIES) am Institut für Allgemeinmedizin durchgeführt. 

6,3% aller Patienten der Grundversorgung …

VPP 1/2014

Gesundheitspolititsche Notizen

Praxisleitfaden "ZusammenArbeiten" - Tipps für mehr Inklusion

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat einen Praxisleitfaden "ZusammenArbeiten" zur Erstellung von Aktionsplänen für Unternehmen und Betriebe veröffentlicht. Der Leitfaden enthält neben Hintergrundinformationen zahlreiche gute Beispiele und wertvolle Tipps für mehr Inklusion in der Praxis. Der Leitfaden richtet sich an Unternehmen, Institutionen und Organisationen: Beispiele aus der Praxis

  • Mustermaßnahmen
  • Informationen zu …
VPP 1/2014

Niederlande[1] - Sparzwang macht erfinderisch

Das Gesundheitswesen der Niederlande ist gut, aber auch teuer. Die Kosten kletterten in den letzten Jahren um bis zu zehn Prozent jährlich. Eine Entwicklung, die das Königreich zu Reformen zwingt. Von Bettina Nellen

Die Treppe ist zwar schön breit, aber auch ganz schön steil. „Ja, sie fordert körper-liche Aktivität ein. Unsere Patienten sind das gewohnt und beschweren sich nicht darüber“, antwortet Dr. Andreas Keck, Hausarzt im Reigersbos Primary Care Center in Amsterdam, auf das Erstaunen, …

VPP 1/2014

Medizin gegen Armut: GESUNDHEIT - GLOBAL - ASIEN

Soziale Absicherung im Krankheitsfall ist elementar für die Überwindung von Armut und frühem Tod. Länder wie Indien, China und viele Staaten Afrikas und Lateinamerikas wollen mit dem Ausbau der Sozialsysteme die Gesundheit ihrer Bevölkerung verbessern. Wie weit sie damit sind, beschreiben Jens Holst und Jean-Olivier Schmidt in einer dreiteiligen G+G-Serie. In Teil 1 geht es um Asien.[1]

Das Smartphone aus China, das Hemd aus Bangladesch, Spargel aus Peru und Rosen aus Kenia – für die meisten …

VPP 1/2014

Die Bedeutung des Patientenrechtegesetzes für Pflege und Eingliederungshilfe

Am 26. Feb. 2013 ist das Patientenrechtegesetz in Kraft getreten. Im Kern wurde ein neuer Abschnitt „Behandlungsvertrag“ in das BGB eingefügt (§§ 630a bis 630h). Ergänzend wurden Änderungen am SGB V (gesetzliche Krankenversicherung) vorgenommen. Der Text des im Bundesgesetzblatt vom 25. Feb. 2013 veröffentlichten Gesetzes ist als Anlage angefügt. 

Die Regelungen über den Behandlungsvertrag stellen im Wesentlichen eine Festschreibung der Rechtsprechung zu den Pflichten von Ärzten dar:

  • Gegenstand …
VPP 1/2014

Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und weitere gesundheitspolitische VertreterInnen der Parteien in den Gremien

Bundespräsident Joachim Gauck hat am 17. Dezember 2013  den bisherigen Generalsekretär der CDU Deutschlands, Hermann Gröhe, zum Bundesminister für Gesundheit im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel ernannt. Später erfolgte die Vereidigung im Deutschen Bundestag. Minister Gröhe wird damit Nachfolger von Daniel Bahr (FDP), der seit Mai 2011 Bundesgesundheitsminister war.

Der 52-jährige Hermann Gröhe gehört dem Bundestag seit 1994 an. Regierungserfahrung sammelte er bereits als …

VPP 1/2014

Die wichtigsten Inhalte des Koalitionsvertrages aus psychotherapeutischer und gesundheitspolitischer Perspektive

Stellungnahme von DGVT und DGVT-Berufsverband Psychosoziale Berufe

Die Verhandlungen über den Koalitionsvertrag von Union und SPD sind abgeschlossen, seit dem 27. November 2013 liegt der Koalitionsvertrag vor und wurde in der Zwischenzeit von den von CDU-Chefin Angela Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und SPD-Chef Sigmar Gabriel unterzeichnet.

Im Koalitionsvertrag wurden auch einige Veränderungen im gesundheits- und sozialpolitischen Bereich benannt, die für die psychosozialen Berufsgruppen …