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Rosa Beilage 4/2014

Bericht von der 20. Sitzung der Konzertierten Aktion KBV / Berufsverbände

Am 12. September 2014 berichtete Dr. Gassen, KBV-Vorsitzender, im Berliner Hauptquartier der KBV wie immer zuerst über die aktuelle politische Lage. Über die Sommerpause sei am Referentenentwurf eines Gesetzes zur Qualität der Gesundheitsversorgung weitergearbeitet worden. Ende Oktober werde dieser im Bundeskabinett beraten, vor April / Juli 2015 sei also kaum mit einem Inkrafttreten zu rechnen. Das Gesetz zur Stärkung der Pflege sei da bereits weiter, wie auch der …

Europa

Braucht die Schweiz ein neues Krankenversicherungssystem[1]

von Stefan Kaufmann, stellvertretender Geschäftsleiter der EGK-Gesundheitskasse in Laufen, Schweiz 

Am 28. September 2014 stimmt die Schweizer Bevölkerung bereits zum dritten Mal innerhalb von elf Jahren über einen fundamentalen Kurswechsel im schweizerischen Krankenversicherungssystem ab. Im Mai 2003 und im März 2007 wurde die so genannte Einheitskrankenkasse mit jeweils über 70 Prozent Nein-Stimmen klar abgelehnt. Aktuelle Befragungen zeigen jedoch, dass die Idee einer einzigen öffentlichen …

Europa

Das Gesundheitswesen im internationalen Vergleich[1]

typo3/#_ftn1Mit den Versen „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen“, lässt Matthias Claudius „Urians Reise um die Welt“ aus dem Jahr 1786 beginnen.

Recht hatte er!

Wenn deutsche Gesundheitspolitiker oder Akteure deutscher Gesundheitspolitik reisen, berichten sie uns oft von wahren Wundern in den Gesundheitswesen anderer Länder!

Erinnern Sie sich, als die „Heimkehrer“ aus den USA von Managed Care schwärmten und diese 1:1 auch in Deutschland etablieren wollten? Alles, wirklich …

Europa

Wird Obamacare zu Obamascare? - Die Gesundheitsreform in den USA[1]

von Eckardt Johanning

Zunächst weltweit als sozialpolitische Errungenschaft gelobt, entwickelt sich die Gesundheits-reform des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama immer mehr zum Debakel. Nicht nur politische Gegner, sondern auch viele BürgerIn­nen lehnen die „Obamacare“ genannte Reform ab. Eckardt Johanning berichtet über die aktuelle Stimmung in den USA.

Neulich war ich beruflich in Brainerd, im Norden von Minnesota, nicht weit von der kanadischen Grenze entfernt. Auf der Toilette …

VPP 4/2014

Titelinterview mit Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse

„Eine Frage der Aussagekraft von Routinedaten“[1]

Der Diplom-Volkswirt Thomas Ballast ist ein „Krankenkassenmann“: 1992 Referent für „ärztliche Versorgung“ beim Bundesverband der Innungskrankenkassen, 1995 Leiter des Referates „Ärzte“ beim VdAK, 2008 Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) und seit 2012 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse. Hier ist er für die Unternehmensbereiche ambulante und stationäre Versorgung, …

VPP 4/2014

Die Reform der Eingliederungshilfe und des Teilhaberechts – Handlungsoptionen, Strategien und Positionen[1]

von Christian Reumschüssel-Wienert und Matthias Rosemann

Die derzeitige Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, in dieser Legislaturperiode sowohl die Eingliederungshilfe (EinglH) als auch das Teilhaberecht entscheidend zu reformieren. Hierzu wird im Koalitionsvertrag auf Seite 111 ausgeführt, dass die Bundesregierung plant „die Menschen aus dem Fürsorgesystem“ herauszuführen und die „Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht“ weiterzuentwickeln.

Reform …

VPP 4/2014

Reform der Eingliederungshilfe - Hintergründe, Koalitionsvertrag und politische Vorstellungen[1]

Menschen mit wesentlicher Behinderung erhalten Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB XII: Blinde, Gehörlose, Personen mit erheblich eingeschränkter Bewegungsfähigkeit oder Leistungsfähigkeit, aber auch geistig oder seelisch stark behinderte Menschen wie zum Beispiel Suchtkranke. Die Kosten übernehmen grundsätzlich die Sozialhilfeträger. Die Leistungen umfassen die Versorgung mit Hilfsmitteln zum Ausgleich der durch die Behinderung bedingten Einschränkungen, die Versorgung mit …

VPP 4/2014

Von der Integration zur Inklusion - Defizitanalyse der Landesgesundheitskonferenz NRW [1]

Anders als in anderen Bereichen der Gesellschaft wie zum Beispiel im Schulwesen oder in der Arbeitswelt gibt es im Gesundheitswesen kaum Parallelstrukturen. Menschen mit Behinderungen werden überwiegend in den gleichen Einrichtungen behandelt wie Menschen ohne Behinderungen. Das darf aber nicht mit Inklusion gleichgesetzt werden. Im Gegenteil: Menschen mit Behinderungen sind in der Gesundheitsversorgung mit Benachteiligungen konfrontiert. Viele Angebote sind nur unzureichend bedarfs- …

VPP 4/2014

Landesgesundheitskonferenz NRW - Inklusion erfordert Reform der Eingliederungshilfe[1]

In der Diskussion um eine Reformierung der Eingliederungshilfe wird immer wieder auf die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verwiesen. Diese erzwinge die Notwendigkeit, auch das Verfahren der Eingliederungshilfe inhaltlich völlig neu auszurichten. Menschen mit Behinderungen sollen weitestgehend selbstbestimmt über ihr Leben und auch über die Hilfen, die sie dafür benötigen, entscheiden können. Die sozialen Sicherungssysteme und die gesundheitliche Versorgung und Pflege müsse sich anpassen …

VPP 4/2014

Beschneidung bei Jungen – zum Stand der Diskussion

Die Beschneidung von Mädchen ist in Deutschland verboten. Sie wird weibliche Genitalverstümmelung genannt. Diese Begrifflichkeit macht deutlich, wie solche Eingriffe bewertet werden. Jungen dürfen demgegenüber am Genital beschnitten werden. Hier gibt es eine eklatante Ungleichbehandlung beider Geschlechter. Woher kommt das? Wird Jungen Empathie vorenthalten? 

Hintergründe für die Ungleichbehandlung

Ein Grund für die Beschneidung von Jungen sind kulturelle und religiöse Rituale in türkischen …