Die Diskussion um „Direktverträge versus Kollektivverträge“ ist symptomatisch für das deutsche Gesundheitswesen: Das System dreht sich um sich selbst. Im Vordergrund stehen Macht-, Ideologie- und Honorarfragen, der Patient kommt – wenn überhaupt – nur am Rande vor. Es streiten Reformer mit Bewahrern, Ärzteverbände mit Kassenärztlichen Vereinigungen, Haus- mit Fachärzten, Ärztefunktionäre mit Kassenvorständen. Das Wort Versorgung hat man in der Debatte schon lange nicht mehr gehört, es geht fast …
Der längst überfällige Beschluss des G-BA zur Umsetzung der sog. Mindestquote wurde am 18.6.2009 endlich gefällt und löst doch große Empörung in der Psychotherapeutenschaft aus. Die Anpassung der Bedarfsplanungs-Richtlinie an die im Rahmen des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der GKV (GKV-OrgWG) beschlossene Erhöhung der Versorgungsanteile („Mindestquote“) für PsychotherapeutInnen, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln, von 10 % auf 20 % sollte die …
Es betrifft insbesondere die Einführung des Basistarifs, das Kündigungsverbot, die Altersrückstellungen sowie die Karenzzeit von 3 Jahren als Voraussetzung für den Übertritt aus der GKV in PKV. Alle vom Gericht zugelassenen Verfassungsbeschwerden wurden zurückgewiesen. Die entsprechenden Urteile hat das Bundesverfassungsgericht am 10. Juni 2009 verkündet. Der Basistarif beschränke zwar die Berufsausübung der PKV, er sei aber im Hinblick auf die vom Gesetzgeber verfolgten Gemeinwohlziele …
Nach einem Bundestagsbeschluss vom 19. Juni 2009 werden gesetzlich versicherte Selbstständige beim Krankengeld den Arbeitnehmern gleichgestellt. Nach dem Beschluss können hauptberuflich selbstständig Erwerbstätige, unständig Beschäftigte und kurzzeitig Beschäftigte als zusätzliche Option neben den Wahltarifen die Wahl eines „gesetzlichen“ Krankengelds mit Krankengeldanspruch ab der 7. Woche der Arbeitsunfähigkeit gegen Zahlung des allgemeinen Beitragssatzes beziehen. Um allen Versicherten eine …