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Rosa Beilage 4/2012

1,6 Millionen Versicherte haben Schulden bei ihrer Krankenkasse - Bundessozialgericht erklärt hohen Säumniszuschlag für gerechtfertigt

Über die Rücklagen in Höhe von über 20 Mrd. Euro der gesetzlichen Krankenkassen wird viel diskutiert (siehe obenstehende Berichte). Dass Versicherte insgesamt 1,5 Mrd. Euro Schulden bei den Kassen haben, ist weniger bekannt.

Es handelt sich nach Angaben des GKV-Spitzenverbands um insolvente Verbraucher, freiwillig versicherte Selbständige und Zahlungsunfähige ohne Einkommen und Vermögen. Aber auch Firmen gehören dazu, die den Anteil der Krankenversicherung ihrer Mitarbeiter nicht bezahlen …

Rosa Beilage 4/2012

Nicht nur Jubel über Ende der Praxisgebühr - BKK-Umfrage durch Kantar Health belegt: Versicherte hätten mit dem Geld lieber das Gesundheitssystem verbessert

Praxisgebühr abschaffen? Krankenkassen-Überschüsse zurückzahlen? In den vergangenen Wochen und Monaten wurde viel diskutiert und gestritten über den richtigen Umgang mit den Geldern der Versicherten. Seit Freitag, 9. November, ist klar: Die Praxisgebühr (die ja eigentlich eine „Kassen-Gebühr“ ist) wird abgeschafft. Darüber hinaus haben sich einige Krankenkassen für eine Prämienausschüttung entschieden.

Die BundesbürgerInnen hätten anders entschieden, schenkt man einer repräsentativen Umfrage …

Rosa Beilage 4/2012

Wünsche an die Kassen: Zahnersatz und Brillen

Laut BKK-Umfrage insgesamt hohe Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung

Die meisten Bürger sind mit der Gesundheitsversorgung in Deutschland zufrieden. Dies ist ein weiteres Ergebnis der vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) in Auftrag gegebenen Umfrage (siehe obenstehenden Bericht). 77 % der Befragten sind „“eher zufrieden“ und „sehr zufrieden“; nur 23 % sind „eher unzufrieden“ und „sehr unzufrieden“. Diese relativ hohe Zufriedenheit gilt für alle Befragten, egal ob sie …

Rosa Beilage 4/2012

Vereinfachung, Vereinheitlichung, Entbürokratisierung - Vorschläge des GKV-Spitzenverbandes zur Reform des Gutachterverfahrens

Vorbemerkung

Versicherte, die heute einen Psychotherapeuten suchen, haben einen einfacheren Zugang zum Spezialisten als früher und sie können sicher sein, dass Ausbildung und Behandlung der Psychotherapeuten einheitlichen Qualitätsstandards entsprechen. Zudem sind Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten heute weitgehend in die vertragsärztlichen Strukturen integriert und bieten zusammen mit den ärztlichen Psychotherapeuten ein breitgefächertes Angebot an …

Rosa Beilage 4/2012

Bundesregierung erwägt Änderung bei Sozialwahl - Stärkung des Verfahrens oder Zersplitterung der Gremien?

Die Sozialwahl (oder Sozialversicherungswahl) ist die Wahl zu den Selbstverwaltungsorganen der gesetzlichen Sozialversicherungsträger in Deutschland. Sie findet alle sechs Jahre bei allen Trägern der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Unfallversicherung statt. Die Sozialwahlen sind die drittgrößten Wahlen in Deutschland nach den Wahlen zum Deutschen Bundestag und denen zum Europäischen Parlament. Der Bundeswahlbeauftragte hat jetzt vorgeschlagen, die sogenannte Friedenswahl abzuschaffen und ein …

Versorgung

Wie kann die Versorgung psychisch Kranker verbessert werden? - Qualitätssicherungsverfahren soll im Auftrag des G-BA entwickelt werden VertreterInnen verschiedener Bereichelegen Untersuchungsrahmen fest

Das AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen hat vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) den Auftrag für die Entwicklung eines sektorenübergreifenden Qualitätssicherungsverfahrens zur Versorgung bei psychischen Erkrankungen erhalten. Ziel ist es, „die Leistungserbringer dabei zu unterstützen, die Versorgung bei psychischen Erkrankungen zu verbessern.“

Das Verfahren soll die Qualität der Versorgung sowohl allgemein als auch spezifisch abbilden, einen …

Juristisches

Rundfunkbeitrag löst GEZ-Gebühr ab - Eine Wohnung, ein Beitrag: Geräteabhängiges Gebührenmodell wird 2013 abgeschafft

Rundfunkbeitrag statt GEZ-Gebühren: Im Jahr 2013 tritt das neue Rundfunkbeitragsrecht in Kraft und löst damit die in die Jahre gekommene GEZ-Gebühr ab. Es kommt nicht mehr darauf an, ob man ein oder zwei oder gar kein Rundfunkgerät besitzt, sondern der Beitrag wird generell pro Wohnung bzw. pro Betriebsstätte (dazu zählen auch Praxen) fällig.

Der neue Rundfunkbeitrag bleibt stabil bei monatlich 17,98 Euro. Damit ändert sich für über 90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger finanziell nichts, haben …

Rosa Beilage 4/2012

Hohe Auszeichnung für Rolf Rosenbrock - Vorsitzender des Paritätischen engagiert sich für soziale Gleichheit

(ab). Der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, ist mit der Salomon-Neumann-Medaille ausgezeichnet worden. Die Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) würdigt mit dieser Medaille herausragende Leistungen in der Sozialmedizin.

Ausgezeichnet wurde Prof. Rosenbrock für seine Verdienste um die Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland und für sein Engagement für soziale Gleichheit. In seiner Rede bei der …

Juristisches

BSG-Urteil zur Bestimmung des Praxiskaufpreises - „Modifizierte Ertragswertmethode grundsätzlich geeignet"

Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einer Entscheidung, die bereits Ende 2011 getroffen und im Sommer 2012 im Wortlaut veröffentlicht wurde, über die Frage entschieden, ob die Zulassungsgremien auch bei Einigkeit über den Kaufpreis zwischen Verkäufer und Käufer den vereinbarten Kaufpreis auf Übereinstimmung mit dem Verkehrswert hin überprüfen und diesen gegebenenfalls festsetzen können. Das BSG hat dies verneint. Für eine Feststellung des Verkehrswertes einer Praxis bestehe kein Anlass, wenn …

Gesundheitspolitik

Pflege-Neuausrichtungsgesetz ignoriert dringende Aspekte

(wd). Die mit dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz PNG beschlossenen Änderungen wurden im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 51 vom 29. Oktober 2012 veröffentlicht. Allerdings gelten die meisten Änderungen erst ab dem 1. Januar 2013.

Das Pflege-Neuausrichtungsgesetz wurde am 29. Juni 2012 in dritter Lesung beraten und beschossen. Die abschließende Beratung im Bundesrat hatte am 21. September 2012 stattgefunden. Es wurden keine Änderungen an dem Gesetz mehr vorgenommen. Damit erfolgte die Verabschiedung …