Bei der Frage, wie die Kassenärztlichen Vereinigungen mit der Nachbesetzung halber Kassensitze verfahren werden, scheint sich in einigen KV-Bezirken die Lage (zum Positiven) geklärt zu haben.
Zur Erinnerung: im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum GKV-OrgWG im Jahr 2008 hatte die KBV mit folgender Begründung die Möglichkeit, halbe Sitze nachzubesetzen, abgelehnt: „Für das entsprechende Instrument der Kommerzialisierung halber Versorgungsaufträge besteht kein Bedarf. Das Instrument würde zu …
Die Umsetzung der im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens des GKV-OrgWG beschlossenen Erhöhung der sog. Mindestquote für PsychotherapeutInnen, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln, von 10 % auf 20 % kommt nicht in Gang. Das Gesetz, das zum 1.1.2009 in Kraft getreten ist, kann sein Ziel nicht entfalten, da die erforderliche Anpassung der Bedarfsplanungs-Richtlinie durch den zuständigen Unterausschuss des G-BA noch aussteht. Für die Versorgungssituation ist dies eine katastrophale …
Seit 29.4.2009 gelten neue Regelungen für die Fortbildung von FachärztInnen, Psychologischen PsychotherapeutInnen sowie Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, die im Krankenhaus tätig sind. Laut der „Vereinbarung zur Fortbildung der Fachärzte im Krankenhaus“ müssen diese innerhalb von fünf Jahren an Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen, die nach Anerkennung entsprechend dem Fortbildungszertifikat der Ärztekammern oder der Psychotherapeutenkammern mit insgesamt 250 Fortbildungspunkten bewertet …
Die im GK II zusammengeschlossenen Verbände von Psychologischen Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sowie „gemischten“ Verbänden mit psychologischen und ärztlichen Psychotherapeuten verfolgen die Einführung der eGK mit großer Sorge. Auf ihrer Sitzung am 29.3.2009 haben sie nachfolgende Resolution verabschiedet und dem Bundesministerium für Gesundheit, der Bundespsychotherapeuten- und Bundesärztekammer, dem Gesundheitsausschuss des Bundestages sowie der Kassenärztlichen …
Die Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) hat im Frühjahr 2008 zu einer Kommission zur Erarbeitung von Leitlinien zu Angststörungen eingeladen. Beteiligt sind die wesentlichen ärztlichen und psychotherapeutischen Fachgesellschaften, darunter auch die DGVT.
Die Kommission beschränkt sich auf die Erarbeitung von Leitlinien zur Behandlung von Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie, Generalisierte Angststörung, Soziale Phobie und Spezifische (isolierte) …
"Wollen Sie für eine Curry und einen Döner behandelt werden?", fragte der MEDI-Verbund im Berliner U-Bahn-Fernsehen. Die Antwort wird gleich mitgeliefert: "Viele Ärzte in Berlin müssen das."
In Baden-Württemberg geht es den Ärzten nach eigener Einschätzung wirtschaftlich auch nicht viel besser. Hier wird der hilfesuchende Patient im Wartezimmer mit einem Faxaufruf konfrontiert, den er zur Unterstützung seines Arztes doch bitte an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und die Sozialministerin …
Kritische Anmerkungen über ein zentrales Element der GKV-Struktur
Sieht man einmal vom Geld und seiner Verteilung ab, haben keine Topoi die Diskussionen um die strukturelle Weiterentwicklung der GKV in den letzten zwei Jahrzehnten mehr dominiert als "Solidarität" und "Wettbewerb". Auch jetzt wieder, vor einer Bundestagswahl, die möglicherweise für die künftige Struktur der GKV entscheidend sein könnte, spielen sie eine vorrangige Rolle. Dabei ist ziemlich deutlich erkennbar, was sich hinter der …
Nach Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) ist Deutschland nach neujähriger Unterbrechung wieder Mitglied im Exekutivrat der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Auf der 62. Weltgesundheitsversammlung in Genf wurde am 21. Mai als deutscher Vertreter für drei Jahre Dr. Ewold Seeba gewählt, Leiter der Zentralabteilung Europa und Internationales im Bundesministerium für Gesundheit. Schwerpunkte der deutschen Mitgliedschaft im Exekutivrat soll die Stärkung der Gesundheitssysteme sein, um …
Wie die Ärztezeitung vom 22. Mai meldet, erhalten gesetzlich Versicherte bei der Securvita Krankenkasse eine Prämie, wenn sie auf bestimmte Leistungen verzichten. Die Krankenkasse aus Hamburg sieht darin eine "Alternative zum starren Kassen-Einheitssystem". Sie erwartet, dass eine vierstellige Zahl von Versicherten die Möglichkeit nutzen wird, um für eine Prämie von 300 Euro (maximal 20 Prozent des eingezahlten Beitrags) auf bestimmte Leistungen zu verzichten. Dies sind Fahrtkosten (mit Ausnahme …
Der Gesundheitsfonds soll mehr Geld vom Bund erhalten als bisher bekannt. Der Nachtragshaushalt stelle einen Ermächtigungsrahmen von bis zu vier Milliarden Euro bereit, sagte der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums, Klaus Vater, der „Berliner Zeitung“ (Samstagsausgabe) laut Vorabbericht. Der Schätzerkreis aus Experten des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesversicherungsamtes und des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen hat für 2009 ein Einnahmedefizit von 2,9 Milliarden …