Bald nach Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes 1999 entbrannte in der Profession eine Diskussion um mögliche Weiterbildungsregelungen. Weiterbildungsregelungen können von den Kammern zu Zwecken der Qualitätssicherung geschaffen werden und sind dann zulässig, wenn sie für eine adäquate Versorgung der Bevölkerung erforderlich sind. Bei den Ärzten wird über die Weiterbildung - nach Erwerb der Approbation - zunächst die Qualifikation zur Fachkunde geregelt. Es gibt dort auch Weiterbildung …
Eigentlich hatte es recht rasch gehen sollen: Am 1.10.2005 trat der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) in seinen Eckpunkte in Kraft und bald darauf, versprochen waren 2 Jahre, sollten auch die Eingruppierungstabellen, die noch aus dem alten Bundesangestelltentarif (BAT) übernommen worden waren, aktualisiert werden. Es ging nicht nur darum, die Eingruppierung der verschiedenen, bereits im BAT genannten Berufe zeitgerecht zu begründen, sondern auch darum, insgesamt etwa 80 neue …
Die Bundespsychotherapeutenkammer hat gemeinsam mit den Landeskammern im vergangenen Frühjahr alle angestellten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Psychologischen Psychotherapeuten über ihre Arbeitssituation gefragt. Daraus sollten sich Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der verschiedenen Tätigkeitsfelder ergeben. Konkret sollen im Jahr 2014 im Gemeinsamen Bundesausschuss Standards für die Strukturqualität in psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäusern erarbeitet werden …
Im Zusammenhang mit der wieder aufgekommenen Diskussion um eine Reform der Psychotherapeutenausbildung wurde im Länderrat der Bundespsychotherapeutenkammer (hier treffen sich Präsidenten, Vizepräsidenten und Geschäftsführer der Landeskammern mit dem Vorstand der Bundeskammer einmal pro Quartal) im Verlauf des letzten Jahres beschlossen, zunächst ein Berufsbild zu entwerfen, aus dem heraus sich Kompetenzen ableiten lassen, die im Verlauf einer zukünftigen Aus- bzw. Weiterbildung von …
(kb). Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Reform des Psychotherapeutengesetzes wird schon seit Jahren die Aufhebung der Befugniseinschränkungen für niedergelassene Psychotherapeuten (§ 73 Abs. 2 SGB V) diskutiert. Ganz aktuell wird auch im Zusammenhang mit der Ausarbeitung eines „Berufsbild für PsychotherapeutInnen “ seitens der Bundespsychotherapeutenkammer und der Landespsychotherapeutenkammern überlegt, welches die Grundlage für die Beratungen über für die Zukunft wünschenswerte Inhalte …
Mit dem Psychotherapeutengesetz wurde es endlich abgeschafft, das leidige Delegationsverfahren. Psychisch kranke Menschen hatten nunmehr die Möglichkeit, zum Psychotherapeuten zu gehen, ohne vorher einen Arzt konsultieren zu müssen, der die Indikation für Psychotherapie stellte und ggf. die Durchführung derselbigen an einen Psychologen delegierte. Die neuen Heilberufe wurden geschaffen und damit das Erstzugangsrecht zum PP oder KJP. Das Erstzugangsrecht ist zurecht ein sehr hohes Gut und wird …
Mit dem Psychotherapeutengesetz im Jahre 1999 sind PP und KJP als Heilberufe anerkannt worden. Sie haben sich in die bestehende medizinisch orientierte Struktur der Krankenversorgung eingefügt, d. h. auch Psychotherapie wird weitgehend nach dem Modell der freien Niederlassung angeboten. Damit werden unmittelbare Formen der Kooperation zwischen PsychotherapeutInnen, SozialarbeiterInnen und ÄrztInnen erschwert. In gemeindenahen, integrativen Einrichtungen zur Versorgung und Prävention wären die …
Was gibt’s neues bei Thema „Leitlinien“? Hier hat sich einiges getan, so dass ich etwas mehr zu schreiben habe. Zunächst zu den verschiedenen Leitlinien, an denen ich betei-ligt bin. Beginnen möchte ich mit dem Kinder- und Jugendlichenbereich (KJP Bereich), hier bin ich als Mitglied der Steuerungsgruppe an drei Leitlinien beteiligt.
Die Leitlinie „Nicht-suizidales Selbstverletzendes Verhalten“ ist von der Steuerungsgruppe abgeschlossen, hier fehlt nur noch eine „Konsensuskonferenz“ und das …