Ein Thema, das viele niedergelassene Psychotherapeut*innen derzeit beschäftigt, ist die geplante Ersetzung des Gutachterverfahrens im Rahmen der ambulanten Psychotherapie durch eine noch zu entwickelnde neue Form der Qualitätssicherung. Wir sprachen mit Prof. Dr. Wolfgang Lutz, Leiter der Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie und der Weiterbildung "Psychologische Psychotherapie" an der Universität Trier über Gestaltung, Einsatz und Nutzen von Qualitätssicherungsverfahren sowie möglicher Bedenken dagegen. Das Interview führten Oliver Kunz, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands von DGVT(-BV) und Dr. Jürgen Friedrich, Landessprecher von DGVT(-BV).
Die DGVT-Fachgruppe Psychosoziale Versorgung wendet sich mit einem Brief an Ministerin Karliczek und weist damit auf bedenkenswerte Punkte in der Ausschreibung für die beiden neuen Forschungszentren für Seelische Gesundheit und für Kinder- und Jugendgesundheit hin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Frühjahr d.J. diese Ausschreibungen veröffentlicht. Mittlerweile liegt der DGVT ein Antwortschreiben des BMBF vor.
Angesichts der zuletzt stark gestiegenen Infektionszahlen spricht sich ein breites Bündnis der Psychotherapeut*innen für die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung und der Länder aus. Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp), die Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT), die Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT), die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (VAKJP) unterstützen die Anordnungen vom 28. Oktober 2020. Jetzt komme es darauf an, die Infektionszahlen einzudämmen. Aber auch die kurz- und langfristigen psychischen und sozialen Folgen sollten …
Der Gesprächskreis II (GK II), ein Zusammenschluss von 35 psychotherapeutischen Verbänden, der über 66.000 Mitglieder vertritt, tagte in einer Online-Konferenz am 24. Oktober 2020. Dabei wurden drei Resolutionen verabschiedet und an verschiedene Akteur*innen des Gesundheitswesens, an politische Gesundheitsexpert*innen und Mitglieder des Gesundheitsausschusses, an das Bundesministerium für Gesundheit und die Pressestellen der einschlägigen Institutionen weitergeleitet.
Mit entsprechenden Handlungsempfehlungen beteiligen sich die DGVT-Fachgruppen „Psychosoziale Versorgung“ und „Kinder- und Jugendpsychotherapie“ an einem Projekt der Aktion psychisch Kranke (APK). Dieses hat zum Ziel, dem Bundesministerium für Gesundheit eine Stellungnahme zur Weiterentwicklung von psychiatrisch-psychotherapeutischen Hilfen für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche vorzulegen.
In diesem Jahr findet der Tag der älteren Menschen unter den besonderen Bedingungen der weltweiten Corona-Pandemie statt. Neben den unmittelbaren gesundheitlichen Risiken, die vom COVID-Virus für ältere Menschen ausgehen, dürfen auch die psychischen Folgen durch soziale Isolation und das Gefühl einer permanenten Bedrohungssituation nicht außer Acht gelassen werden. Die Auswirkung gesellschaftlicher Entwicklungen wie die wachsende Armutsgefährdung für Ältere könne individuell die psychische Belastungssituation verstärken. Daraus erwächst eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es darf nicht als typisches Verhalten älterer Menschen fehlinterpretiert werden, wenn diese sich zurückziehen, traurig oder antriebslos …
Als einer der in der Deutschen Gesellschaft für Beratung e.V. (DGfB) zusammengeschlossenen 24 Verbände professioneller Berater*innen mit insgesamt über 25.000 Mitgliedern fördern die DGVT und ihr Berufsverband DGVT-BV über 25 Prozent dieses Forschungsprojekts. In den kommenden zwei Jahren wird wissenschaftlich fundiert beschrieben, an welchen überprüfbaren Kompetenzen man gute Berater*innen erkennen kann. Das Ergebnis bildet die Grundlage für den „Deutschen Qualifikationsrahmen Beratung“ (DQR). Der Qualifikationsrahmen macht Beratungskompetenzen überprüfbar und sichtbar.
Opfern von Krieg, Misshandlung, sozialer Isolation und Unterdrückung soll schnell und unkompliziert mit psychotherapeutischen Betreuungsangeboten geholfen werden. Die meisten Menschen, die in internationalen Krisenregionen leben, können von einer medizinischen Versorgung, so wie wir sie in Deutschland genießen, nur träumen.