Wenn in der öffentlichen Debatte in Zeiten der Corona-Pandemie über ältere Menschen gesprochen wird, dann fällt regelhaft der Begriff der Risikogruppe. Ansteckungs- oder Sterberaten werden kaum berichtet, ohne dass fortgeschrittenes chronologisches Alter thematisiert wird (etwa „90 Prozent der Verstorbenen waren über 70 Jahre“). Die Rede von der ‚Risikogruppe ältere Menschen‘ scheint dabei oftmals – empirische Analysen stehen noch aus – in eine bestimmte mediale Bildsprache eingebettet zu sein. Diese reicht von gebrechlichen alten Menschen an Rollatoren bis hin zur bloßen Darstellung von Körperteilen wie etwa faltigen Händen oder Körperhinterseiten.
Jetzt kommt vielleicht der Einwand: Aber sind nicht auch …
Dabei geht es um die sofortige Erhöhung der Regelsätze in Hartz IV und Altersgrundsicherung um 100 Euro pro Kopf und Monat bis zur ohnehin gesetzlich geforderten Neufestsetzung der Regelsätze zum 01.01.2021, eine sofortige Einmalzahlung an alle Grundsicherungsbeziehenden von 200 Euro sowie eine sofortige entsprechende Leistungsanpassung beim BAföG und im Asylbewerberleistungsgesetz. Die Forderung nach entsprechenden finanziellen Soforthilfen wird unter dem Motto #100EuroMehrSofort inzwischen durch 30 weitere bundesweite Organisationen unterstützt.
Mehr als 200 Verbände und Vertreter des Gesundheitswesens fordern die Staats- und Regierungschefs der G20 auf, die medizinische und wissenschaftliche Gemeinschaft in die Entwicklung der Konjunkturpakete ihres Landes einzubeziehen. Die DGVT hat diesen offenen Brief mitunterzeichnet, denn bei den enormen Investitionen, die die Regierungen in den kommenden Monaten in Schlüsselsektoren wie Gesundheitswesen, Verkehr, Energie und Landwirtschaft tätigen werden, müssen Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung im Mittelpunkt stehen.
Seit vielen Monaten begleiten die Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) und ihr Berufsverband Psychosoziale Berufe (DGVT-BV) die Pläne zur weiteren Digitalisierung im Gesundheitswesen. Aktuell steht der Entwurf für ein Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG) zur Diskussion, der im April vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Darin werden unter anderem auch die Rahmenbedingungen für die Einführung und Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) festgelegt.
Der jährlich am 15. Mai stattfindende Internationale Tag der Familie ist ein offizieller Gedenktag der Vereinten Nationen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Families in Development“. Auch wenn die Ausbreitung des Corona-Virus noch nicht absehbar war, als dieses Motto festgelegt wurde, sieht die UN wichtige Bezüge in der aktuellen Situation: „Die COVID-19-Pandemie rückt die Bedeutung von Investitionen in die Sozialpolitik zum Schutz der am stärksten gefährdeten Personen und Familien in den Mittelpunkt. Es sind die Familien, die die Hauptlast der Krise tragen, ihre Mitglieder vor Schaden schützen, sich um Kinder ohne Schulunterricht kümmern und gleichzeitig ihre Verantwortung im Erwerbsleben tragen“, heißt …
Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PiA) sind durch die Auswirkungen der aktuellen Krise in Folge der Corona-Pandemie wirtschaftlich in besonderem Maße betroffen. Gleichzeitig sind PiA bei den bisherigen Hilfemaßnahmen von Bund und Ländern nicht ausreichend berücksichtigt. Die DGVT wendet sich an die politisch Verantwortlichen mit der Forderung nach effektiven Hilfen für PiA, die deren spezifische Bedingungen berücksichtigen.
Mit diesem Offenen Brief zeigt die Deutsche Gesellschaft für Beratung e.V. (DGfB) den erhöhten Bedarf an spezifischen Interventionen auf, der während der Corona-Pandemie entsteht. Professionelle Berater*innen sind wesentlicher Bestandteil im Unterstützungssystem.
Die Deutsche Gesellschaft für Beratung (DGfB) ist Dachverband von 24 Beratungsverbänden und Vertretung von mehr als 25.000 Berater*innen. Die DGVT ist Mitglied der DGfB, durch die Fachgruppe Forum Beratung dort vertreten und unterstützt diesen offenen Brief.
Mit entsprechenden Handlungsempfehlungen beteiligt sich die Fachgruppe Psychosoziale Versorgung der DVGT an einem Projekt der Aktion psychisch Kranke (APK). Dieses hat zum Ziel, dem Bundesministerium für Gesundheit eine Stellungnahme zur Weiterentwicklung von psychiatrisch-psychotherapeutischen Hilfen für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche vorzulegen.